Nach einigen Verzögerungen traf der ersehnte Baukasten beim Händler meines Vertrauens ein. Der Inhalt zeigte sich in der gewohnten Tamiya-Qualität mit wohl Tausenden von Schrauben, Kugellagern, Muttern, Unter- und Beilagscheiben sowie vieler Kunststoffteile.

Nach einigem Schrauben (sogar Sicherungslack/-gel ist dabei!) ergibt sich ein erster Zwischenstand

Kleiner Tipp für zukünftige Monteure:

Bitte unbedingt bei der Montage der Dämpferumlenkung darauf achten, dass die Aufnahme der Stabilisatorstäbe jeweils auf die gegenüberliegende Seite ausgerichtet ist, das erspart eine spätere Demontage...

Differenziale und Achswellen sind aus richtig "fettem" Material, Keramikfett liegt ebenfalls dem Bausatz bei.

Das Loch links im Differenzial dient übrigens dazu ein 2,4mm Schräubchen einzudrehen, welches dann als Diffenzial-Sperre fungiert. Diese Schraube verbindet dann das Diff-Gehäuse mit der durchbohrten Antriebswelle. In dem abgebildeten Zustand ist das Diff nicht gesperrt.

Später kann durch Entfernen einer 5mm Innensechskantschraube im Achsgehäuse diese Sperre entfernt werden ohne das gesamte Diff zerlegen zu müssen.

Heute habe ich mich ein wenig um die Achsen gekümmert und wieder "kiloweise" Schrauben, Muttern, Fett und Sicherungslack verbaut.

Hier ein paar Bilder, bei dem zweiten erkennt man übrigens die weiter oben genannte Innensechskantschraube für den Zugang zur Diff-Sperre.

Auch die Getriebeeinheit wurde fertig gestellt. Hierzu ein kleiner Hinweis:

Bauschritt 24, Montage des Planetengetriebes:
Die zwei größten Lager des Bausatzes Nr. BD7 passen perfekt in das Getriebegehäuse, auf das "Sonnenrad" des Planetengetriebes müssen sie allerdings aufgepresst werden. Dazu ging ich wie folgt vor:
1. Rohrstück im "Archiv" suchen, welches über das Zahnrad am schmalen Teil passt
2. Unterlegscheibe suchen, die auf das Rohr UND möglichst vollflächig auf die Kugellager passt
3. Kugellager und Distanzscheibe BD16 auf das Zahnrad stecken, welches vorher mit einem Hauch fett versorgt wurde
4. Rohr einspannen
5. mit einem Holzbrett auf dem Zahnrad und leichten Schlägen die Kugellager/Distanzscheibe "aufpressen"


Bitte mit Gefühl und ohne Brachialgewalt, die Kugellager werden es danken!

Die verschiedenen Kabel wurden mit sog. Flechtschlauch überzogen, wodurch sie innerhalb des Chassis praktisch nicht mehr zu sehen sind:

So, nun eine kleine Abhandlung zum Thema Reifenmontage.

Die Reifen sind deutlich breiter als die Felge und der Reifeninnenrand muss in eine Nut eingeführt werden, auf welche dann der Felgenring drückt. Die Reifen sind ziemlich weich und somit gestaltet sich die Montage ziemlich "wabbelig". Hierzu für die erste Seite ein kleines Hilfsmittel:


*Reifen komplett auf die Felge ziehen, Reifenrand beidseitig über der Felge


* auf einer Seite den Deckel einer Spraydose in den Reifen klemmen unter etwas Spannung
* Umdrehen und aufstellen


* Felgenring aufsetzen und verschrauben

Durch den Gegenzug des Reifens mit Hilfe des Spraydosendeckels bleibt der Reifen perfekt in der Nut, außerdem hat man für die Verschraubung eine saubere und wackelfreie Auflage, da doch etwas Kraft aufgewendet werden muss und die Schrauben nicht sehr hart sind ...
Bei der anderen Seite gestaltet sich die Sache etwas anders, da der Deckel nicht mehr eingeklemmt werden kann... da kam mir folgende Idee, da ich keine Riesenpranken hab, um den Reifen in seinem ganzen Umfang in der Nut zu halten:


* Reifen/Felge auf die bereits verschraubte Seite legen
* Reifen in die Nut fädeln und etwas festhalten
* z.B. Klebebandrolle auflegen (siehe Bild) und drücken/festhalten


* Felgenring aufsetzen und verschrauben
* nach der zweiten Schraube hält der Felgenring bereits!

So, die definitive Antriebsentscheidung ist auf Grund einer Empfehlung auf diese Antriebskombination gefallen: NOVAK Bürstenregler mit NOVAK 55turn Motor!

Erstes Urteil: BRUTAL!

Die vorhandene Bremse packt dermaßen, dass die Fuhre aus Vollgas fast sofort steht oder am Steilhang bleibt die Kiste einfach stehen... da rollt nix vor oder zurück

Schon beim Auspacken fiel mir eine kleine Besonderheit des Schalters am Regler auf: den braucht man nicht wie bei vielen anderen Produkten nur mit doppelseitigem Klebeband irgendwo hinkleben, das Kunststoffgehäuse hat eine Bohrung für eine Schraube

Bei schönen Wetter musste der BRONCO natürlich mal in sein Element... "Artgerechte Haltung", oder?

 

Erste "Tuning-Maßnahme" ...

Ich habe einen 5000er Lipo im Hardcase bekommen, ca. 90 Gramm leichter als der 2400er NiCd... Die Halterung am Chassis ist bereits geändert (Kabel am Akku gehen nach oben weg). Damit dürfte ein ganzes Wochenende Fahrspaß ohne Nachladen gewährleistet sein
Ich hab mal ein paar Messungen gemacht wegen der Stromaufnahme der Fuhre...

Beschleunigung aus dem Stand auf Vollgas: ca. 8A kurzfristig
Vollgasfahrt: ca. 3,8A
Klettern über Stein (siehe Video) max. 2,1A
Klettern schräge Auffahrt Erde: max 1,5A

Im normalen Betrieb mit gemütlichem Fahren und leichtem Klettern mit gut dosierendem Gasfinger liegt die Stromaufnahme deutlich unter 1A... die genannten Maximalwerte sind nur im Extremfall erreicht worden. Und anzumerken ist, dass beide Differenziale gesperrt sind... und das Originalritzel verwendet wird.

Kleine Zahlenspielerei:
bei dem verwendeten LiPo mit 5000mAh und einer zu entnehmenden Kapazität von 4250mAh (=85%) kommt man bei einer durchschnittlichen Stromentnahme von 1 A (man steht auch häufig, eher ist die ja niedriger...) auf eine reine Fahrzeit bis zum Nachtanken von 255 Minuten...
Da macht vorher wohl mein Senderakku schlapp

Der Kunststoff des Servosavers ist etwas schwach... da der Abtrieb am Servo aus Metall ist und beim "Power-Crawlen" wohl doch ordentliche Kräfte an der Lenkung wirken, hat sich der Servosaver-Mitnehmer innen rund geschliffen Räder wohl blockiert und das Servo (12 kg) dreht irgendwann halt mal durch.

Der freundliche Modellbauhändler hatte aber noch Ersatz und hat es mir freundlicherweise gleich noch montiert... zum Nulltarif!

Und nun die nächste "Ausbaustufe".

Nachdem das CR-01 auch für eine Allradlenkung vorgesehen ist, wird serienmäßig an der Hinterachse bereits das Lenkgestänge etc. montiert und fixiert. Nach einigen Kaffeefahrten zeigte sich nun schon ein gewisses Spiel an der Hinterachse. Da ich aber lediglich normal lenken möchte, fand sich beim Stöbern diesen interessanten Artikel.

Die Teile sind aus Voll-Alu gefräst, mehr als sehr passgenau, sehr schnell montiert und da Bilder mehr sagen als Worte...

Da momentan eh die Räder entfernt sind, habe ich mich einem weiteren Problem gewidmet, welches mich immer von Anfang gestört hat: die Federn an der Hinterachse "verbiegen" sich beim Einfedern.

Habe die Abhilfe gefunden: nur die Kugelköpfe der oberen Achsträger an der Hinterachse nach oben versetzen (so wie an der Vorderachse, entgegen der Bauanleitung)... siehe Bilder.

Im Fahrbetrieb war bisher kein negativer Einfluss dieser Umbaumaßnahme festzustellen.

 

Hier noch eine Galerie-Ansicht aller Bilder: